Wir sind umgezogen! www.transition-town-es.de

Liebe Besucher und Besucherinnen unserer Webseite,

wir haben unsere eigene Domain bezogen und Ihr findet uns ab sofort unter

www. transition-town-es.de

Dort gibt es auch weiterhin die von uns seit 2014 veröffentlichten Inhalte und vieles mehr! Diese Webseite wird in absehbarer Zeit vom Netz genommen. Wir freuen uns, wenn Ihr auch weiterhin bei uns vorbeischaut!

ES Aktiv in Zeiten des Wandels

Immer wieder ein neuer Anfang und doch wohnt jedem Anfang ein Zauber inne…

Pünktlich zum Beginn des neuen Jahrs 2020 dürfen wir uns im ES Aktiv Magazin der Stadt präsentieren. Schwerpunktthema ist Nachhaltigkeit und so haben viele der ehrenamtlichen Gruppen, die sich vorstellen, nachhaltige Ansätze zu bieten, sei es das Reparieren, das Lebensmittel Retten oder das Pflegen von Streuobstwiesen.  Hier geht es zur Online-Ausgabe. Den Artikel über Transition Town Esslingen findet Ihr auf Seite 8.

Ihr seid auf der Suche nach Inspiration, wie Ihr Euer Leben zukunftsfähiger gestalten könnt? Na dann herzlich willkommen bei uns oder einer der anderen vielfältigen Esslinger Initiativen!

Nächste Pflanzentauschbörse am 20.10.

Der Herbst ist da und die Gärtnerinnen und Gärtner unter uns ernten fleißig und machen ihren Garten winterfest. Beste Zeit Saatgut fürs nächste Jahr zu gewinnen und Stauden im Beet zu teilen und etwas Platz zu schaffen. Darum bieten wir auch dieses Jahr wieder eine Pflanzentauschbörse im Herbst an.

Am Sonntag, den 20. Oktober können dann alle Interessierten zum Bürgerhaus in die Pliensauvorstadt (Weilstr. 8) kommen und mitmachen. Zwischen 14.30 und 16.30 Uhr darf getauscht und verschenkt werden, was das Gärtnerherz begehrt. Die Veranstaltung ist kostenfrei und es gibt keinen Verkauf. Auch wer noch nichts zum Tauschen hat, ist willkommen und kann Material für erste Experimente mit dem grünen Daumen bekommen. Die großzügige Fülle in der Gartenwelt sorgt schnell dafür, dass man mehr hat, als man braucht, so dass man die überschüssigen Pflänzchen gegen andere tolle Gewächse eintauschen kann.

Auch unser neuestes Projekt die Esslinger Nutzpflanzenbibliothek hat geöffnet. Hier könnt Ihr Saatgut von tollen, samenfesten Tomatensorten „ausleihen“ und helft mit ein Stück Nutzpflanzenvielfalt und Kulturgut zu erhalten. Den Katalog findet Ihr ebenfalls auf dieser Webseite. Kommt doch vorbei und macht mit!

Die Pflanzentauschbörsen sind mittlerweile fester Bestandteil unserer Gruppenaktivitäten und finden zweimal pro Jahr im Frühjahr und Herbst statt. Wir haben so viele treue Fans unter den Esslinger Gärtnerinnen und Gärtnern, dass es sich inzwischen wirklich etabliert hat und darüber freuen wir uns!

Warum machen wir das?

Die Tauschbörsen sind unser Impuls an die Esslinger Mitmenschen sich dem Thema Gärtnern zu öffnen und die Stadt ein bisschen grüner und schöner zu machen. Darüber hinaus wollen wir auch Unerfahrene ermuntern, den eigenen Anbau von Gemüse im Garten oder auf dem Balkon zu probieren. Diese Erfahrung schafft eine besondere Bindung zur Erde und dem was auf Ihr gedeiht. Und was gibt es klimafreundlicheres als direkt vor der Haustür selbst produziertes Gemüse? Das gemeinsame Thema Gärtnern schlägt außerdem eine Brücke zu unseren MitbürgerInnen und beim Tauschen kommen wir ins Gespräch und lernen voneinander. Und natürlich macht es uns auch einfach eine Menge Spaß!

 

Der Druck der Straße

Am 20. September war ja weltweit so einiges los. Die Fridays for Future Bewegung hatte die komplette Zivilgesellschaft zur Unterstützung im Kampf gegen die Klimakrise aufgerufen. In über 400 Orten in ganz Deutschland machten ca. 1,4 Millionen Menschen mit und brachten auf kreative Weise ihre Unzufriedenheit mit der Umwelt- und Klimapolitik der Regierung zum Ausdruck. Was für ein beeindruckendes Zeichen.

Auch wir von Transition Town Esslingen waren mit dabei und zogen erst in Esslingen später dann noch in Stuttgart mit den Demozügen durch die Straßen. Es fühlte sich gut an, so viele Menschen zu sehen, ob jung ob alt, denen das Thema Klimaschutz nicht egal ist und die etwas verändern wollen.

Da die aktuellen Klimabeschlüsse der Regierung laut Forschung nicht ausreichen, um die von Deutschland gegenüber der Staatengemeinschaft gemachten Zusagen der Treibhausgasreduktion einzuhalten, ist dieser Tag wohl nur ein Anfang gewesen. Die Fridays for Future Bewegung plant schon den nächsten Groß-Demo-Tag für den 29. November. Auch wir wollen wieder dabei sein und bleiben dran, um den Druck der Straße aufzubauen. Danke und Hut ab vor all den jungen Leuten von Fridays for Future, die viel Zeit und Engagement einsetzen, um das alles zu organisieren!

Sommer im Stadtgärtle geht vorüber

Gestern stand gemeinsames Gärtnern am Kesselwasen auf dem Programm. Nach einer kleinen Sommerpause im August trafen wir uns zum Unkraut Jäten, Säen und Pflanzen. Das etwas verwilderte Stadtgärtle brauchte mal wieder etwas Pflege. Die Zeichen sind jedoch unverkennbar: Der Sommer geht zur Neige und der Herbst hält Einzug. Das Gartenjahr nähert sich seinem Höhepunkt: Erntezeit. So wurden gestern Kartoffeln ausgebuddelt und Wintergemüse gesetzt. Der wuchernde Kürbis wollte in Schach gehalten, der verblühte Rucola zurückgeschnitten und der Grünkohl gepflanzt werden.

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Im Frühbeet wachsen die ersten Wintersalate wie Endivie und Frisee. Die Tomaten hängen prall und schwer an ihren Stäben und die Bohnen setzen nochmal zur Blüte an.

Neue Mitstreiter jederzeit willkommen

Auch wenn das Gartenjahr sich seinem Ende nähert, freuten wir uns über ein paar neue Mitstreiter, die im Stadtgärtle sich und ihren Grünen Daumen ausprobieren wollen. Ihr habt auch Lust mitzumachen? Ihr könnt jederzeit einfach dazu stoßen und losgärtnern. Vorkenntnisse sind nicht nötig, bei uns lernt Ihr, worauf es ankommt. Lust auf Neues und tatkräftiges Mitanpacken sind immer willkommen. Meldet Euch einfach übers Kontaktformular.

 

Tomatenvielfalt, die man schmeckt

Am 5.9. fand unsere erste Tomatenverkostung der Nutzpflanzenbibliothek statt. Dabei wurden neun in der Bibliothek erhältliche Sorten sowie weitere 15 samenfeste Tomatensorten verkostet und bewertet.

Jetzt ist Tomatenzeit! Die beliebten Früchte reifen in den Esslinger Gärten und bereiten allen GärtnerInnen tolle Geschmackserlebnisse. Davon durften sich die TeilnehmerInnen bei der ersten Tomatenverkostung der Esslinger Nutzpflanzenbibliothek selbst überzeugen. Wir fanden, es war eine gelungene Veranstaltung!

Bunte Vielfalt verkostet

Jeder hatte eigens angebaute Tomaten zum Verkosten mitgebracht und teilte die Freude mit den übrigen Teilnehmern. So kamen insgesamt 24 verschiedene Sorten zusammen, die hinsichtlich verschiedener Geschmackskriterien wie Säure und Süße, Festigkeit und Aussehen gemeinsam bewertet wurden. Hoch konzentriert ließen wir uns die Früchte auf der Zunge zergehen und notierten die persönliche Wertung, die im Anschluss ausgewertet wurde. Darüber hinaus tauschten wir Saatgut der samenfesten Sorten aus und auch das Angebot der Esslinger Nutzpflanzenbibliothek durfte weiter anwachsen.

Nächste Bibliotheksöffnung am 20.10.

Die nächste Möglichkeit Nutzer der Bibliothek zu werden und Saatgut „auszuleihen“, besteht für Euch bei der nächsten Pflanzentauschbörse am 20. Oktober 2019 im Bürgerhaus Pliensauvorstadt in der Weilstr.8. Dort könnt Ihr zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr bei jedem Wetter  mitgebrachte Pflanzen und Saatgut unterm Vordach tauschen und verschenken. Die Bibliothek gibt das Saatgut im Hausinneren aus. Das nächste Treffen des Nutzpflanzenbibliotheks-Teams findet am 17. Oktober ab 18 Uhr statt. Ihr habt Lust bei diesem Projekt mitzumachen? Dann meldet Euch einfach kurz über unser Kontaktformular.

Ran an die Tomaten!

Am 31.März ist es soweit: Es ist wieder Pflanzentauschbörse und die Esslinger Nutzpflanzenbibliothek öffnet zum ersten Mal und gibt Tomatensaatgut aus.

Nächste Tauschbörse steht vor der Tür

Die Esslinger Gartenfreunde stehen bereits in den Startlöchern, fleißig werden Stauden geteilt und Pflänzchen pikiert sowie Samentütchen gepackt. Die strahlende Sonne tut ihr Übriges, dass es uns in die Gärten zieht und in den Fingern juckt. Am 31.März findet von 14.30-16.30 Uhr wieder die Transition Town Schenk- und Tauschbörse für Saatgut, Pflanzen und Co statt. Hier kommen die Esslinger Hobby-GärtnerInnen zusammen, tauschen, plauschen und bekommen Anregungen zu neuen Pflanzexperimenten. Eintritt frei. Bitte bringt das Tauschgut, gut verpackt in Kisten, Töpfen oder Tüten mit. Wir empfehlen die Anreise mit den Öffis, da es vor Ort nur begrenzte Parkplätze gibt. Das Bürgerhaus Pliensauvorstadt ist vom Bahnhof fußläufig in 5 Minuten zu erreichen.

Hier gibt es den Flyer zum Werbung machen…

35 Tomatensorten in der Esslinger Nutzpflanzenbibliothek

Die Transition Town Esslingen startet bei dieser Tauschbörse mit ihrem neusten Projekt: Die Esslinger Nutzpflanzenbibliothek öffnet zum ersten Mal und gibt 35 samenfeste Tomatensorten an registrierte NutzerInnen ab. Den Sortenkatalog gibt es auf dieser Webseite unter der Rubrik Esslinger Nutzpflanzenbibliothek. Jeder kann mitmachen: Es ist denkbar einfach Tomatensaatgut zu vermehren, vorausgesetzt es handelt sich dabei um samenfeste Sorten. Man trocknet die kleinen Kernchen aus der Tomate einfach auf einem Küchenpapier und schon kann man im nächsten Jahr wieder wohlschmeckende Früchte ernten. Die Aufzucht der Jungpflanzen braucht vielleicht ein bisschen gärtnerische Übung, ist aber für jeden durchaus machbar. Ihr wolltet schon immer etwas gegen den Artenschwund tun und mal wieder so richtig tollen Geschmack erleben? Dann werdet Nutzer bei der Nutzpflanzenbibliothek und erhaltet bis zu drei verschiedene Sorten nach Wahl zum Ausprobieren. Wie bei einer Bibliothek für Bücher ist das Prinzip, dass ihr die Pflanzen aufzieht, daraus möglichst viel Saatgut gewinnt, davon einen Teil für Euren eigenen Bedarf behaltet und möglichst viel an die Nutzpflanzenbibliothek zurückgebt. So können dann im Folgejahr andere Esslinger GärtnerInnen diese Sorte ebenfalls anbauen.

Auch weitere samenfeste Sorten willkommen

Die Anzahl Sorten ist jedoch nicht begrenzt, die Bibliothek darf also auch weiterwachsen. Ihr habt eine tolle Tomatensorte im Anbau und seid Euch sicher, dass sie samenfest ist und unter Esslinger Bedingungen gedeiht? Dann spendet doch Saatgut an die Nutzpflanzenbibliothek und sichert so Euren Zugang zu diesem und anderem Saatgut. So könnt Ihr darauf zurückgreifen, wenn Euch selbst mal die Anzucht misslingt oder Euer Saatgut von Krankheiten befallen wird. Gemeinsam sorgen wir für regional angepasste, geschmackvolle Vielfalt! Und jeder kann lernen, Saatgut selbst zu vermehren und Jungpflanzen daraus zu ziehen. Je nachdem wie gut die Nutzpflanzenbibliothek angenommen wird, werden wir die Auswahl auch um andere Gemüse erweitern. Macht mit!

Zeit für die nächste Pflanzentauschbörse

Die ersten bunten Blätter sind gefallen, bei schönstem Herbstwetter machen sich viele GärtnerInnen ans Werk und räumen Beete ab und machen ihren Garten fertig für die Winterruhe. Das ist der beste Zeitpunkt, um Pflanzen zu vermehren, Stauden zu teilen und Neues zu pflanzen. Am Sonntag, den 28. Oktober findet im Mehrgenerationenhaus Pliensauvorstadt wieder eine Schenk- und Tauschbörse für Pflanzen, Saatgut und Co statt. Hier findet Ihr alles was das Gärtnerherz begehrt: Staudenableger, selbst vermehrtes Saatgut, Zimmerpflanzen, etc.

Wenn Ihr Lust habt an der Pflanzentauschbörse teilzunehmen, bringt Euer Tauschgut bitte gut verpackt zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr zum Treffpunkt und kommt mit den anderen Hobby-GärtnerInnen ins Gespräch. Es gibt nur eine feste Regel: Alle Pflanzen finden ohne Geld ein neues Zuhause. Die Veranstaltung selbst ist ebenfalls kostenfrei. Auch wenn Ihr noch nichts zum Tauschen habt, könnt Ihr teilnehmen und Euch zu ersten Gartenexperimenten inspirieren lassen. Bei einer Tasse Kaffee und Kuchen könnt Ihr den Nachmittag bei einem netten Plausch über Gartenthemen ausklingen lassen.

Jetzt mit Tomatensaatgut Nutzpflanzenbibliothek unterstützen

Eine Besonderheit dieser Tauschbörse ist der Aufruf zur Unterstützung des neuen Projekts Esslinger Nutzpflanzenbibliothek. Im kommenden Frühjahr 2019 wird die Esslinger Nutzpflanzenbibliothek erstmals im Rahmen der Tauschbörse öffnen. Dafür sammeln wir samenfestes Tomatensaatgut (samt Foto von der jeweiligen Frucht) bei der nun kommenden Tauschbörse ein. Das Tomatensaatgut wird dann zukünftig in kleinen Mengen an die EsslingerInnen abgegeben, die sich verpflichten einen Teil ihrer Saatguternte wieder in die Bibliothek zurückzubringen.

Hintergrund zum neuen Projekt

Mit diesem Projekt setzen wir ein aktives Zeichen gegen den Verlust der Vielfalt im Kulturpflanzenbereich und die Marktmacht der großen global agierenden Saatgutkonzerne. Außerdem stehen die Wiederaneignung von nützlichen Fähigkeiten wie eigene Saatgutgewinnung und die Bewahrung regional angepasster Sorten im Fokus. Samenfeste Tomatensorten sind Sorten, bei denen die Nachfolgegenerationen immer die gleichen Eigenschaften besitzen (Größe, Farbe und Geschmack etc.) wie die Elterngeneration. Diese Sorten können von Hobby-GärtnerInnen leicht selbst vermehrt werden. Bei dem heute im Handel erhältlichen Saatgut dreht es sich häufig um Hybrid-Saatgut (F1), das nicht weiter vermehrt werden kann und sicherstellt, dass die Gärtner regelmäßig frisches Saatgut bei den Firmen erwerben müssen.

Projekt Nutzpflanzenbibliothek startet

Ende April fand die erste Pflanzentauschbörse für dieses Jahr statt. Bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen fanden sich einige Esslinger GärtnerInnen zum Tauschen, Schenken und Fachsimpeln zusammen. Wieder gab es reichlich Material und Ideen zum Experimentieren mit dem eigenen grünen Daumen. Die Vielfalt ist beeindruckend. Es gab viele Staudenableger, Zimmerpflanzen, Jungpflanzen fürs Gemüse in vielen verschiedenen Sorten, Saatgut, Kräuter und einiges mehr. Wir freuen uns schon auf die nächste Pflanzentauschbörse am 28. Oktober diesen Jahres!

Aufruf zur Spende von samenfestem Tomatensaatgut

Auch unser Vortrag über Saatgutvielfalt und unser nächstes Projekt Esslinger Nutzpflanzenbibliothek stieß auf großes Interesse. Alle Gärtnerinnen und Gärtner sind aufgerufen samenfestes Tomatensaatgut über den Sommer zu vermehren und zu sammeln, um es dann an die Nutzpflanzenbibliothek zu spenden. Gut beschriftete Spenden von Tomatensaatgut können im Herbst bei der Tauschbörse mit einem schönen Foto der Sorte bei den Transition Town Mitgliedern abgegeben werden. Dann gibt es im Herbst eine kleine Sortenausstellung mittels Fotos und ab Frühjahrstauschbörse 2019 können diese Sorten dann bei der Nutzpflanzenbibliothek „ausgeliehen“ werden.

Nutzpflanzenbibliothek was ist das?

Diese Nutzpflanzenbibliothek funktioniert im Prinzip ähnlich wie eine Bibliothek für Bücher. Man leiht sich etwas aus und bringt es nach Nutzung wieder zurück. Bei einer Saatgutbibliothek erhält man eine kleine Zahl Samen einer Sorte und sät diese aus und baut die Tomatensorte über den Sommer an. Beim Ernten der reifen Früchte werden die Samenkörnchen auf einem beschrifteten Küchenpapier getrocknet, welches man dann wieder an die Nutzpflanzenbibliothek zurück bringt. Natürlich können die Früchte genossen werden und auch ein Teil des Saatguts selbst behalten werden. Wichtig ist nur, dass so viel Saatgut wie möglich wieder an die Nutzpflanzenbibliothek zurück fließt, damit auch andere GärtnerInnen im Folgejahr diese Sorte bekommen können. Man gibt also im Falle einer Nutzpflanzenbibliothek das neu gewonnene Saatgut zurück, nicht das alte.

Samenfest was heißt das?

Samenfest nennt man Sorten dann, wenn die daraus wachsenden Pflanzen die gleichen Eigenschaften haben wie die Elternpflanzen. Das heißt die sortentypischen Merkmale wie Form, Größe, Geschmack etc. werden von Generation zu Generation weitergegeben. Dieses Saatgut lässt sich relativ einfach selbst vermehren und man muss daher nicht ständig neues Saatgut kaufen. Im Gegensatz dazu steht Hybridsaatgut, bei dem nur die erste Generation der Nachkommen gleichförmige Eigenschaften  besitzt. Diese sind jedoch anders als die Eigenschaften der Eltern. Auch die darauf folgenden Generationen besitzen wiederum völlig verschiedene Eigenschaften oder keimen sogar manchmal gar nicht. Dieses Hybridsaatgut lässt sich nicht selbst vermehren und man muss es daher immer wieder neu kaufen. Darum nehmen wir nur samenfeste Sorten in unsere Bibliothek auf.

Jeder kann mitmachen und helfen Vielfalt zu bewahren

Wir beginnen unser neues Projekt mit Tomatensorten, weil es bei Tomaten noch eine relativ große Sortenvielfalt gibt und diese auch für Einsteiger sehr einfach zu vermehren sind. Auch die Verkreuzungsrate ist bei Tomaten relativ gering. Daher ist es möglich, Sorten und deren spezifische Eigenschaften zu bewahren. Die Transition Town möchte mit diesem neuen Projekt das Wissen um Saatgutgewinnung wieder verbreiten und die EsslingerInnen anregen sich für den Erhalt der Vielfalt zu engagieren, indem sie sie aktiv nutzen. Dabei setzen wir auch ein politisches Zeichen gegen die Marktmacht der großen globalen Konzerne wie Monsanto und Syngenta, die bereits heute bei vielen Nutzpflanzen bis zu zwei Drittel der Sortenrechte besitzen immer mehr Patente anstreben. Zugang zu Saatgut sollte nicht nur noch kostenpflichtig möglich sein und die kostbare Vielfalt wurde uns von unseren Vorfahren weitergegeben. Helft mit, damit sie nicht einfach verloren geht.

 

 

Was braucht es für ein gutes Leben?

Ein kleiner Exkurs in das Thema Suffizienz

Neulich stand beim Treffen der Transition Town Esslingen das Thema Suffizienz auf der Tagesordnung. Doch Suffizienz, was ist das eigentlich? Wikipedia umschreibt Suffizienz als Frage nach dem rechten Maß, stellt es in Bezug zu Selbstbegrenzung, Konsumverzicht und gar dem Abwerfen von Ballast. Und was genau heißt das für uns?

Wann erlauben wir uns das Leben zu genießen?

An diesem Abend näherten wir uns zunächst mal über eine Geschichte, die beschreibt, wie ein Tourist einem im Hafen verbliebenen Fischer versucht schmackhaft zu machen, wie viel Geld er denn verdienen könne, wenn er doch heute bei den guten Bedingungen rausfahre, um Fisch zu fangen. Der Tourist sieht in mehr Fisch, mehr Booten, einer eigenen Firma mit mehr Mitarbeitern usw. ein erstrebenswertes Ziel und meint, wenn man all das geschafft habe, könne man sorgenfrei in der Sonne liegen und das Leben genießen. Er trifft beim Fischer nicht gerade auf Resonanz, denn dieser ist der Meinung er habe tags zuvor genug Fisch gefangen und genießt lieber jetzt im Augenblick die Sonne und das Leben…

Fragen zum Nach- und Weiterdenken

Nach dieser nachdenklichen Geschichte widmeten wir uns drei Fragen und schrieben die Ergebnisse jeweils auf ein Poster. Zunächst ging es um die Frage „Worauf möchte ich verzichten, schaffe es aber nicht?“. Weniger gesunde Dinge wie Zucker oder Plastik, aber auch Dinge wie Reisen, Besitz oder Arbeitszeit fanden sich da als Antworten wieder. Die zweite Frage „Worauf kann ich verzichten?“ zeigte uns, dass wir auch ohne Dinge wie Auto, Facebook oder Alkohol gut leben können. Zum Schluss vervollständigten wir den Satz „Das brauche ich zu einem guten Leben…“ und wir sprachen über Dinge wie liebevolle Beziehungen, gutes Essen, intakte Natur, Sicherheit, Demokratie und Freiheit und merkten dabei wie wenig materielle Dinge sich darunter fanden und wie ähnlich unsere Vorstellungen waren. Insgesamt war es ein total interessanter Abend, der uns allen Spaß machte und auf alle Fälle zum Nach- und Weiterdenken anregte.